Die Farben Japans, das Fotobuch
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Genua – Reisen 4.0, die Ära von Augmented Reality und Echtzeitvideo, lässt den künstlerischen und dokumentarischen Wert der Fotografie wieder aufleben und spricht im Wesentlichen durch die Emotionalität von Bild und Farbe. Diesen Versuch unternimmt Fabio Accorrà in seinem kürzlich erschienenen Buch „Die Farben Japans“. Der in Genua geborene Autor, tagsüber Projektmanager und nachts Blogger, vereint Pragmatismus mit künstlerischem Feingefühl – ein Spiel der Gegensätze, das sich auch in der Herangehensweise seiner Werke widerspiegelt.
Der Band ist farblich nach den verschiedenen Stationen der Reise von Fabio Accorrà und seiner Frau gestaltet: Fuji, Hitachi, Tokio und Osaka, Nikko, Hakone, Hiroshima, Miyajima, Himeji, Kyoto, Nara, Kanazawa und Shirakawago. „Wir haben über 3.600 Fotografien gesammelt, was die Auswahl erschwert hat“, erklärte Accorrà, „insbesondere, da wir versucht haben, jeden der besuchten Orte auf innovative Weise zu interpretieren. Es ist nicht einfach, denn Schreiben ist ein komplexer Prozess, der von der Konzeption über die Recherche bis hin zur Wahl des Verlags – in diesem Fall Erga – reicht, um eine vollständige Vereinbarung zu treffen, quasi mit freier Hand . “
Die einfachste passende Farbe ist das Weiß des „Shiro“, der Farbe des Fuji-Hutes, dem Symbol des Landes. Doch alle Farben offenbaren ein Gefühl, wie die Journalistin Bibi D'Oria in ihrer Einleitung und der Reiseexperte und Schriftsteller Pietro Tarallo in seinen Überlegungen hervorheben: „Japan ist ein Ausflug in eine Kultur, in einer anderen soziologischen Form, in einer Mischung aus Geschichte und fortschreitender Innovation, insbesondere in der Figur der jungen Frau im Gegensatz zur Geisha.“

In unserer kollektiven Vorstellungswelt fällt uns auf den ersten Blick das schwarze „Kuro“ auf, die Kraft und Eleganz Tokios und Osakas, deren Dunkelheit nur von Wolkenkratzern und leuchtenden Werbetafeln durchbrochen wird, oder das poetische Gelb des Laubs von Nikko, eine romantische, bisweilen melancholische Vision. Dann ist da das grüne „Midori“, vom japanischen Pesto bis zu den Gärten von Kanazawa mit ihren Teichen, in denen verzauberte Karpfen leben, und einer verborgenen Tradition, die eifersüchtig von Generation zu Generation weitergegeben wird.
